Advent, Advent, die Wohnung brennt

Veröffentlicht: 17.12.2017 00:00

Kaum ist Weihnachtszeit, kommen die doofen Versicherungsmenschen wieder mit Tipps an, wie man diese hochgefährliche Zeit überleben kann... “Die Gefahren lauern überall: Glatteis, brennende Weihnachtsbäume und die Einbrecher warten im Dunkeln auf die erste Gelegenheit. Schließt Fenster und Türen und verbarrikadiert euch in eurer Wohnung bis der Spuk vorbei ist.” Viel Glück. Euer Klaus Team!


Ok. leicht übertrieben, ganz so wild ist es nicht. Wir haben dennoch ein paar gut gemeinte Tipps parat auf die man (aus der Sicht eines besorgten Versicherungsmaklers) einfach achten sollte.



FEUER!

Das warme Licht und die gemütliche Atmosphäre verleiten viele dazu, in der Weihnachtszeit die Wohnung in ein Meer aus Teelichtern zu verwandeln und den Weihnachtsbaum sowie den Adventskranz mit “echten” Kerzen zu bestücken. Weil's einfach schöner ist. Doch unterschätzt die Brandgefahr nicht.


Die Statistik ist hier deutlich: 40% mehr Brände in der Weihnachtszeit. Weit über 10.000 Schäden mit einer Summe von 32 Millionen Euro.


Also was tun? Unterschätzt nicht, wie schnell euch die Bude abbrennen kann. Auch wenn man nur das Zimmer verlässt: Kerzen löschen! Von der kleinen Flamme bis zum Wohnungsbrand reichen schon 2 Minuten. Habt ihr Haustiere oder kleine Kinder? Dann achtet noch mehr auf den standfesten Aufbau. Das beste was ihr aber machen könnt, ihr habt es erraten: Verwendet einfach elektrischen Kerzen, diese kann man mittlerweile kaum mehr von echten unterscheiden. Und wer noch keinen Feuerlöscher oder Brandmelder zuhause hat: Kaufen!


Was, wenn es dann doch passiert?


Für diesen Fall habt ihr hoffentlich eine Hausrat- und Gebäudeversicherung. Die Gebäudeversicherung bezahlt die Schäden (wie der Name schon sagt) am Gebäude und die Hausratversicherung an eurer Einrichtung wie z.B. Möbel, Teppiche etc. auch die Geschenke sind versichert :-) Doch aufgepasst: Achtet darauf, dass eure Versicherung auch grobe Fahrlässigkeit versichert. Diese wird einem schnell nachgewiesen, wenn man die Kerzen unbeaufsichtigt lässt, oder einen Glühwein zuviel getrunken hat. Dann zahlt die Versicherung gar nicht oder nur teilweise. Also Verträge checken!



EIS!

Winterreifen hat nach unserem letzten Blogartikel ja wahrscheinlich jeder schnell montiert. Doch das reicht im Winter noch nicht ganz.


Räumen und Streuen

lästig aber notwendig. Ihr müsst die Wege zum Haus sowie den Gehsteig vor eurem Haus bei Schnee oder Eisglätte räumen / streuen. Achtung Spätaufsteher: Werktags muss das bis 7.00 Uhr erledigt sein. Am Wochenende dürft ihr euch bis 9.00 Uhr Zeit lassen. Wer verpennt kann haftbar gemacht werden. Stürzt der Postbote so kann er Schmerzensgeld verlangen. Hier hilft dann wieder die Privathaftpflicht ;-)


Heizkörper nicht vergessen:

Wenn es draußen eisig ist, frieren auch eure Rohre (ein). Vor allem wenn ihr länger nicht zuhause seid dürft ihr die Heizkörper nie komplett ausdrehen, sonst gehen euch die Rohre kaputt. Auch hier gibts für den Schadenfall ne Versicherung. Leitungswasserschäden könnt ihr über Hausrat- und Gebäudeversicherung abdecken


Dachlawinen

Auch nicht zu unterschätzen. Je größer der Blogbeitrag desto mehr nähern wir uns dem im ersten Absatz geschilderten Schreckensszenario ;-) Dachlawinen sind Eis- oder Schneemassen die vom Dach rutschen. Meist wenn es wieder leicht zu tauen beginnt. Ein Quadratmeter nasser Schnee bringt es schnell mal auf 20kg Kampfgewicht. So ein komplettes Hausdach dann locker über eine Tonne. Und wer kommt nun hier wieder für den Schaden auf? Darüber kann man tatsächlich ein ganzes Buch verfassen, doch das lassen wir an dieser Stelle mal sein. Halten wir uns so kurz wie möglich: Der Hausbesitzer ist in der Pflicht und muss sein Dach ausreichend sichern. Wie genau ist von Region zu Region sehr unterschiedlich. Mit einem Schneefanggitter ist man meist auf der sicheren Seite. Sehr wichtig ist auch hier natürlich eine Haftpflichtversicherung. Die Privathaftpflicht reicht allerdings nicht aus, hier benötigt man eine Haftpflichtversicherung für Haus- und Grundbesitzer.



EINBRECHER

Erstmal die gute Nachricht: Die Einbruchzahlen gehen wieder leicht zurück. Doch das ist nicht unbedingt ein Grund zur Freude, denn sie sind noch immer deutlich höher als noch vor wenigen Jahren. Hier sollte keiner den Fehler machen und sich denken “wird mich schon nicht treffen”. Gute Prävention ist das A und O. Das dient nicht nur dem Hab und Gut. Es geht vor allem um das Sicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden: Die psychischen Folgen nach einem Einbruch sind häufig viel schlimmer und können über Jahre andauern.


Also was kann man tun?


Lasst euch direkt vor Ort von der Polizei beraten. Diese bietet kostenlose Einbruchsprävention!


Die Hälfte der Einbruchsversuche scheitert direkt daran, dass die Einbrecher gestört werden oder einfach zu lange brauchen um ungesehen ins Haus zu kommen. Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit ist wichtig: Bewegungsmelder rund ums Haus, dunkle Ecken mit gut ausleuchten. Zeitschaltuhren anbringen um unregelmäßig das Licht einzuschalten.


Ansonsten klar, die Klassiker. Alarmanlage, einbruchsichere Fenster etc. und vielleicht eines noch: Verkneift es euch in sozialen Medien zu berichten, dass ihr im Urlaub seid. Da kann man auch direkt ein Schild mit “Einbrecher willkommen” an die Haustüre hängen.


LAST CHRISTMAS

Wir hoffen, dass ihr mit unserem Weihnachts-Survival Special gut durch die Weihnachtszeit kommt und es somit nicht euer “last” Christmas ist. Gegen den Song von Wham! gibt es leider keine Versicherung :-( hier helfen wohl nur gute Ohropax!






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