Die E-Scooter sind da: Alles was du wissen musst!

Veröffentlicht: 12.09.2019 00:00

Die Scooterwelle ist über Deutschland hinweggerollt und hat unsere Großstädte mit den so genannten E-Scootern überflutet. Wir haben für euch alles Wesentliche zum aktuellen Supertrend zusammengefasst: Welche Regeln gelten im Straßenverkehr? Brauch ich eine Versicherung? Wir klären auf


1 Was sind E-Scooter überhaupt?

E-Scooter sind elektronisch angetriebene Tretroller - Sie haben also im Vergleich zum herkömmlichen Roller noch einen elektrischen Motor. Nach kurzem Anschieben lässt sich der E-Scooter selbstständig über einen Gashebel beschleunigen. Je nach Modell und Strecke sind auf diese Weise mit einer einzigen Akkuladung zwischen 15 und 40 Kilometer zurücklegbar.



2 An diese Regeln musst du dich halten!

Seit dem 15.06.2019 ist das Gesetz zur Straßenzulassung von E-Scootern in Kraft und regelt alle wichtigen Bedingungen für die Nutzung der E-Scooter im Straßenverkehr:

Helmpflicht: Äh nein. Tatsächlich nicht - warum auch immer.

Maximalgeschwindigkeit: E-Scooter dürfen eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h erreichen.

Gehwegverbot: Elektro-Scooter dürfen nur auf Radwegen /-streifen fahren. Sind keine vorhanden, muss auf die Straße ausgewichen werden. Fahren auf dem Gehweg ist verboten! Ausnahme: Mit dem neuen Schild „Elektrokleinstfahrzeuge frei” kann das Gehwegverbot vereinzelt aufgehoben werden.

Führerschein: Ein Führerschein wird zum Fahren nicht benötigt. Es gibt allerdings ein Mindestalter von 14 Jahren. Auch verboten ist das Mitnehmen von weiteren Personen.

Ausstattung: 2 Bremsen, Licht, Scheinwerfer, Schlussleuchte, Reflektoren und natürlich eine Klingel sind Pflicht für den Betrieb im Straßenverkehr

Mitnahme in Bus und Bahn: Eigentlich spricht nichts dagegen - das letzte Wort hat aber immer noch der Betreiber.





3 Versicherungspflicht

Schäden durch die Nutzung von E-Scootern sind nicht durch die private Haftpflichtversicherung abgedeckt. Grund hierfür ist die sogenannte Benzinklausel. Sie schließt die Haftpflicht eines Eigentümers, Besitzers, Halters oder Führers eines Kraftfahrzeugs für Schäden aus, die durch den Gebrauch des Fahrzeugs verursacht werden. Und bei E-Scootern handelt es sich per Definition um Kraftfahrzeuge - auch wenn sie nicht wie der veraltete Name der Klausel sagt - mit Benzin betrieben werden.


Um die Bürger vor existenzbedrohende Haftpflichtforderungen aus mit E-Scootern verschuldeten Unfällen zu schützen führte der Gesetzgeber wie auch bei allen anderen Kraftfahrzeugen eine Versicherungspflicht ein. Man muss sich also bevor man sich mit einem Scooter auf den Weg macht, um eine Haftpflichtversicherung bemühen. Diese ist je nachdem ob man den E-Scooter nur leiht oder einen eigenen fährt, bereits im Mietverhältnis eingeschlossen - oder kann sehr günstig erworben werden. 


Der Besitz einer gültigen Haftpflichtversicherung muss mit einer aufgeklebten Versicherungsplakette am Fahrzeug kenntlich gemacht werden.



3 Q & A zu den wichtigsten Versicherungsfragen

Was passiert wenn ich ohne Versicherungsschutz fahre?

Ganz einfach: Du machst dich strafbar und riskierst neben einem Bußgeld wenn du erwischt wirst, im Falle dass du einen Unfall baust auch enorme Schadensersatzansprüche.

Was kosten die Versicherungen?

Von / bis… wie immer ;-) Aber es gibt gute Nachrichten. Die meisten Versicherer orientieren sich mit ihren Prämien an den Moped-Prämien, oder sind sogar noch günstiger. Die günstigsten Versicherer liegen somit bei unter 30 Euro Jahresprämie für die Haftpflichtversicherung! Für alle die noch eine Teilkasko wünschen wird es noch etwas teurer.

Kann ich den Scooter auch gegen Diebstahl absichern?

Ja! Denn in der Teilkasko, welche die meisten Anbieter gegen Aufpreis anbieten ist die Entschädigung bei Totalentwendung enthalten

Wie funktionieren die Mietkonzepte? Was kosten die Roller?

Die bekanntesten Anbieter sind aktuell Lime, Circ, Tier und Voi. Die Konzepte ähneln sich unter den Anbietern sehr. Man lädt sich die App des favorisierten Anbieters aus dem Store, meldet sich an und verknüpft PayPal oder Kreditkarte. Dann kann's eigentlich schon losgehen: GPS an, mit der App in der Karte den nächsten Scooter suchen, QR-Code scannen und losrollen. Auch die Preismodelle ähneln sich sehr. Die Entsperrung eines Rollers kostet einmalig 1€ danach je nach Anbieter zwischen 15 und 25 Cent die Minute.

Lohnt sich das?

Ausprobieren! Es macht definitiv Spaß und ist ein völlig neues Fahrerlebnis. Ob sich die E-Scooter als Alternative für Kurzstrecken wirklich flächendeckend durchsetzen bleibt abzuwarten.

Noch Fragen?

Dann schießt los! Wir helfen euch gerne weiter





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